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Klimaschutz – Jetzt erst recht!

5. Juni 2017 in Klima

Dieselgate, überhöhte Schadstoffwerte in den Städten und nun auch der Austritt der USA aus dem Klimaabkommen von Paris. Wie oft musste ich mir in den letzten Monaten, teilweise Jahren anhören, Umweltschutz? Das haben wir doch schon längst alles. Diese drei kleinen Beispiele zeigen, wir können uns noch lange nicht zurück lehnen.

Wenn überhaupt die Ankündigung Trumps das Abkommen auf zu kündigen etwas gutes hat, dann vielleicht das wieder stärkere Interesse an dem Thema. Dabei zeigt er nicht nur seine hässliche Fratze als Verschwörungstheoretiker und Klimawandelleugner, er macht ganz deutlich wo seine prioritäten liegen. Für ihn ist das schnelle Geld an erster Stelle. Umweltschutzstandards seien schädlich für die Amerikanische Wirtschaft. Donald, eine Wirtschaft, die nicht in der Lage ist zu funktionieren mit einer Rücksicht auf unser aller Zukunft, ist Schädlich für die ganze Welt. Dazu gehört neben Paris eben auch Pittsburgh.

Wenn es nicht nur um das Geld von heute Nachmittag gehen soll, sondern auch morgen und übermorgen die Menschen die Möglichkeit haben sollen etwas zu verdienen, dann ist ein Umstieg von rauchenden Schornsteinen auf eine moderne und nachhaltige Industrie.

Dabei muss leider inzwischen gesagt werden, Donald Trump findet auch in der Deutschen Politik Fürsprecher*innen. Der Berliner Kreis in der CDU kritisiert die angebliche Klimakanzlerin für ihre Umweltpolitik. Ist ja jetzt erst mal nichts schlimmes, das tue ich auch.

Dieser Berliner Kreis aber ist wie Trump der Auffassung, es gäbe keinen Klimawandel, und selbst wenn, dann müssen wir es doch positiv sehen. Durch das Abschmelzen von polarkappen würden ja immerhin Seewege besser befahrbar und es könnten vielleicht neue Resourcen frei gelegt werden. Das dabei der Lebensraum vieler zerstört wird blenden die vollkommen aus. Übrigens auch bei uns werden diese Änderungen zu spüren sein und es sind es teilweise schon heute.

Das sind aber nicht nur ein paar Spinner innerhalb der CDU. Zu diesem Kreis an Menschen gehören auch die Berater von Armin Laschet, vermutlich neuer Ministerpräsident in NRW. Das sehen wir im übrigen auch an den bisherigen noch nicht bestätigten Punkten aus den verhandlungen zum Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP in NRW. Es sollen wohl ca 300 Stellen im Umweltministerium gestrichen werden, das Klimaschutzgesetz soll wieder einkassiert werden. Erfolgreiche Renaturalisierungen zum Beispiel im Ruhr-Pott werden damit direkt wieder gefährdet. Umweltschutz ist kein Pflaster auf zerstörtem Gebiet und dann ist wieder alles gut, es ist die Creme die immer wieder aufgetragen werden muss damit mit der Zeit die Heilung vollzogen werden kann.

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