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Lärmcafe in Boppard

12. September 2017 in Verkehr & Infrastruktur

Am Sonntag war ich mal in Boppard unterwegs. Der Ortsverband der Bopparder Grünen hatte zum Lärmcafe eingeladen und viele wichtige Themen angesprochen.

Einen besonderen Stellenwert hatte das Thema Bahnlärm zu dem unter anderem Tabea Rößner, Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz, referierte. Lediglich auf Flüsterbremsen zu setzten hilft hier nicht abschließend. Eine Alternativtrasse für den Güterverkehr muss dringend her. Im Bundesverkehrswegeplan ist diese Maßnahme nicht im vordergründigen Bedarf. Wir wollen als Lobby der Anwohnenden im Mittelrhein dafür kämpfen hier eine Entlastung zu bringen.

Auch andere Lärmquellen wurden diskutiert. Martin Schmitt, Direktkandidat im Wahlkreis 198 (Ahrweiler), hat die Situation in der Eifel beschrieben mit dem immer stärker werdenden Freizeitlärm. Gerade beim Nürburgring wird auch außerhalb der Strecke immer öfter gerast.

Ich habe noch über den Lärm der Schiffsmotoren gesprochen. In Boppard sind die Anlegestellen sehr nah an der Wohnbebauung. Auch nachts lassen viele Hotelschiffe ihre Motoren laufen um die Stromversorgung sicher zu stellen. In Koblenz haben wir hierfür Stationen aufgebaut um die Schiffe an das städtische Stromnetz an zu binden. Diese einzelne Maßnahme hat erstmal in Koblenz für Ruhe gesorgt, gleichzeitig aber auch einige der Hotelschiffe vertrieben und zB in Boppard anlegen lassen. Von dort aus kommen die Tourist*innen dann mit dem Bus wieder nach Koblenz. Das sorgt also für eine noch höhere Verkehrsbelastung und vermehrten Schadstoffausstoß. Wir müssen langfristig für neue Antriebe bei Schiffen werben. Damit wird es leiser und sauberer.

Vielen Dank an Andreas Roll für die tolle Organisation. Die vielen Interessierten haben bewiesen wie wichtig das Thema Lärm im Mittelrhein ist.

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