Am 24.September:
Erst- und Zweitstimme
Bündnis90 / Die Grünen!

Bauen

Koblenz ist eine sehr gefragte Stadt. Mit etwa 46.000 Einpendler*innen wird es noch mal deutlich, wir haben ein Problem auf dem Wohnungsmarkt. In den letzten Jahren sind die Mieten immer weiter gestiegen, wodurch gerade kleine Haushalte mit niedrigem Einkommen es immer schwerer haben eine Wohnung in Koblenz zu erhalten. Die Wohnbaupolitik in der Stadt wurde sehr vernachlässigt.

Mit unserer Forderung nach einer 20% Quote für geförderten Wohnungsbau sorgen wir bei größeren Projekten für eine bessere Durchmischung. Wir wollen unsere Stadtteile nicht nach Einkommen aufteilen, sondern ein Miteinander bereits in den Wohnquartieren fördern. Der geförderte Wohnungsbau unterstützt dabei auch schon kleine Familien mit geringem Einkommen und ermöglicht so auch ein leben mit kurzen Wegen statt Verdrängung aus Koblenz heraus.

Die Nebenkosten dürfen dabei auch nicht zur zweiten Miete werden. Deswegen legen wir GRÜNE großen wert auf die energetische Sanierung der Bestandsobjekte und den energetisch, optimalen Bau im Neubau. Damit wird nicht nur nachhaltig Geld gespart, sondern wir leisten schon in den einzelnen Wohnungen einen Beitrag gegen den Klimawandel.

Es muss auch wieder über die Höhen neu diskutiert werden. Unsere Flächen sind endlich. Deswegen müssen wir auch darüber nachdenken mehr in die Höhe zu bauen. Aber auch bei niedrigen Gewerbegebäuden muss eine Aufstockung mit Wohnungen eine Überlegung sein. Auf unseren Antrag hin wurden so zum Beispiel Gespräche mit Discountern in der Stadt geführt um auch hier weiteren Wohnraum zu erstellen.

Beim Bau darf aber nicht jede Fläche die vorhanden ist einfach versiegelt werden. Vorrang muss immer die bereits versiegelte Fläche haben. Umnutzung von Leerstand muss viel stärker betrieben werden. Wir haben haben künstlich erzeugten Leerstand in Koblenz, der nur zu spekulationszecken leer gehalten wird. Bei einer solch angespannten Wohnungssituation, wie wir sie derzeit in Koblenz finden, müssen wir auch hier über Sonderabgaben denken, um diese Spekulationen unlukrativ zu gestalten.

Die Stadt kann auch bei der Eigentumsbildung helfen. Eine eigene Eigentumswohnung ist ein guter Beitrag gegen Altersarmut. Deswegen fordern wir GRÜNE, statt Wohnungsverkäufe aus dem Bestand, Mietkaufoptionen mit ein zu planen. Damit haben auch Menschen die Chance auf Eigentum, die sonst keine Möglichkeit auf einen Kredit haben oder das Geld ansparen können.

Themen & Positionen