Am 24.September:
Erst- und Zweitstimme
Bündnis90 / Die Grünen!

Verkehr

Wir sind jeden Tag unterwegs – zur Arbeit oder zum Einkaufen, wir besuchen weit entfernte Verwandte und fahren in den Urlaub. Mobil zu sein, gehört zu unserem Leben. Wir GRÜNE wollen es für jede und jeden einfach machen, sein Ziel so umweltfreundlich und nachhaltig wie möglich zu erreichen. Verkehr in unserer Zeit heißt: Immer mehr Menschen steigen um auf Bus, Bahn und Fahrrad – vor allem in den Städten. Der öffentliche Nahverkehr erreicht neue Fahrgastrekorde. Fahrradfahren und der Verkauf von E-Bikes boomen. Carsharing meldet immer höhere Nutzer*innenzahlen. Die Menschen stimmen „mit den Füßen“ ab und trotzen den oft noch widrigen Zuständen. Verpasste Anschlusszüge, überfüllte und teure Busse sind genauso wie schlechte Fuß­- und Radwege häufig traurige Realität. Für viele heißt Verkehr deswegen immer noch in erster Linie Auto fahren, auch da es zu oft keine Alternativen gibt. Gleichzeitig verfügen Teile unserer Gesellschaft viel seltener über ein eigenes Auto und sind daher zwangsläufig auf einen guten ÖPNV angewiesen. Deshalb sorgen wir dafür, dass die Menschen in Zukunft
mit ÖPNV, mit der Bahn, auf sicheren Rad- und Fußwegen und mit sauberen Autos ihre Ziele umweltfreundlich erreichen können. So werden auch unsere Städte lebenswerter und grüner.

Verkehr heutzutage heißt leider auch immer noch: 70 Prozent aller klimaschädlichen Emissionen kommen in unseren Städten aus dem Verkehr, zwei Drittel aller Bürger*innen fühlen sich durch Verkehrslärm belästigt. Stickoxide und Feinstaub verursachen Atemwegserkrankungen. An vielen Kreuzungen in Großstädten übersteigt die Schadstoffbelastung die zulässigen Grenzwerte. Staus, wie wir sie jeden morgen in Koblenz erleben, sind nicht nur Zeitfresser, sondern unterstreichen die Belastung weiter. Der Stadtvorstand versagt bei der Verkehrswende hier derzeit total. Beim Bau der Pfaffendorfer Brücke zum Beispiel wird wieder nur aus der Sicht der Autofahrenden geplant, statt es direkt richtig zu machen und sichere Wege für alle Verkehrsteilnehmenden zu schaffen. Damit arbeitet die Verwaltung selbst aktiv gegen die sonst sehr vernünftigen Vorschläge aus dem Verkehrsentwicklungsplan 2030, wonach unter anderem der Radverkehrsanteil von derzeit 8% auf 20% in 2030 gesteigert werden soll. Damit das klappt, reicht ein Plan nicht aus. Es müssen konkrete Maßnahmen folgen, die eine baulich getrennte Rad- und Fußverbindung über die Brücke, statt gemeinsamer Wege mit Konfliktpotential.

Für einen echten Mobilitätswandel braucht es aber mehr als nur die Idee eines guten Radwegenetzes. Wir GRÜNE setzen uns im Stadtrat für Mobilitätsknotenpunkte ein, bei denen bequem die Verkehrsart gewechselt werden kann. Verbindungen aus ÖPNV, Radverkehr und Car-Sharing reduzieren nicht nur den Verkehr auf der Straße, es wird auch attraktiver um zu steigen. Dafür muss auch unser ÖPNV grundlegend umstrukturiert werden. Der neue Nahverkehrsplan sieht ab 2020 bessere Taktungen und auch neue Querverbindnungen vor. Gleichzeitig muss auch der Preis sinken. Für den Erfolg des ÖPNV müssen wir aber auch weitere in unserer Stadt liegende Wege nutzen. Mit dem gut ausgebauten Schienennetz kann eine Stadt-Bahn mit Anbindung des Umlands realisiert werden. Rhein und Mosel eignen sich sehr gut für einen Wasserbus.

Wir setzen uns weiterhin ein für eine lebendige und lebenswerte Stadt. Mit der Mobilitätswende werden wir das auch erreichen.

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